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12
Mar

Wandern in British Columbia: Nationalparks und Schutzgebiete

Gepostet in Kanada Reisen  von John am March 12th, 2012

British Columbia liegt im Westen Kanadas und gehört zu den landschaftlich reizvollsten Landschaften Nordamerikas. Naturliebhaber und Sportenthusiasten erkunden die aufregenden Nationalparks am besten auf eigene Faust mit einem gemieteten Wohnmobil.

Die westliche Provinz British Columbia (BC) ist ein Naturparadies. 7000 Kilometer Küste, imposante schneebedeckte Bergketten parallel zur Westküste, die vielen Vorgebirge der Rocky Mountains, wüstenähnliche Landstriche mit besonderer Klimazone, die Golfinseln in der Georgia Strait sowie die attraktive Insel Vancouver Island, groß wie die Schweiz, laden zu aufregenden Abenteuern ein. Auf den rund 1.100 Campingplätzen in British Columbia ist genug Platz, um sich frei und wohl zu fühlen.

Für BC braucht man viel Zeit

Um das weite, wilde Land mit seinen Hauptattraktionen zu entdecken, sollte der Reisende genügend Zeit mitbringen. Denn um die ganze Provinz mit allen Nationalparks, über tausend Provincial Parks und Schutzgebieten zu erkunden, muss man lange Fahrstrecken einkalkulieren. Einige landschaftlich aufregende Gebiete sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten und lassen sich gar nicht per Auto und Straße erfahren. So gelangt man zum Gwaii Haanas National Park der Queen Charlotte Islands nur per Boot. Diese abgelegene Inselgruppe aus 138 Inseln befindet sich rund 640 km nördlich von Vancouver im Pazifik. Der Park schützt nicht nur das Erbe der Ureinwohner vom Stamm der Haida, die seit mehr als 10.000 Jahren auf den Inseln leben, sondern bewahrt auch besondere Pflanzen und Tiere vor der Bedrohung durch den Menschen.

In British Columbia befinden sich sieben Nationalparks

  • Glacier National Park
  • Gwaii Haanas National Park
  • Kootenay National Park
  • Mount Revelstoke National Park
  • Pacific Rim National Park Reserve
  • Yoho National Park
  • Gulf Islands National Park Reserve of Canada

Nationalparks mit der Zusatzbezeichnung Reserves bezeichnen Schutzgebiete, in denen die einheimischen Ureinwohner frei jagen dürfen. Das gesamte Areal des Yoho National Park in den Rocky Mountains mit den beliebten Touristenorten Jasper und Banff und der Kootenay National Park, außerdem der Mount Assiniboine, Mount Robson und der Hamber Provincial Park gehören heute zum Weltkulturerbe (Canadian Rocky Mountain Parks World Heritage Site). Auch der Mount Revelstoke National Park ist mit seinem dichten Regenwald mit vielen 1000-jährigen Zedern und spektakulären Bergen ein beliebtes Touristenziel.

Im Sommer wird es trotz der Weite eng – West Coast Trail nur mit Voranmeldung

Zu den Stoßzeiten im Sommer strömen Millionen von Touristen in die Nationalparks von BC. Einige beliebte Wanderrouten wie der West Coast Trail im Pacific Rim National Park auf Vancouver Island sind teilweise so populär, dass man diesen nicht ohne Voranmeldung besuchen kann.  Der Andrang, den sensiblen Küstenpfad mit Rucksack und Zelt entlang zu pilgern, ist im Juli und August so hoch, dass die Parkverwaltung Wartelisten eingeführt hat. Geöffnet ist die Route ohnehin nur vom 1. Mai bis 30. September. Die gesamte Strecke von 75 Kilometern lässt sich nur mit einem ausgefeilten Routenplan bewältigen. Man muss sich penibel an die Gezeiten halten und jeden Tag mindestens zehn Kilometer schaffen, um zum nächsten Lagerplatz zu gelangen. Die gesamte Verpflegung für gut eine Woche muss mitgenommen werden, da es keinerlei Hütten oder Ortschafte zwischendurch gibt. Beim Outdoor-Ausstatter Mountain Equipment Coop in Vancouver kann man sich ausgiebig beraten lassen und die passende Verpflegung kaufen.